Was wir wollen - unsere Vision und Ziele

„Wer an mich glaubt, aus dessen Innerstem werden Ströme lebendigen Wassers fließen“  (Joh. 7, 38)

 

  • Spürt man bei uns, dass wir die Quelle des Lebens kennen?
  • Spürt man, dass die Quelle für alle fließt und genug   für alle da ist?

Wir wollen einladen, sich auf den Weg zur Quelle zu machen, d.h. auf den Weg zu einem persönlichen Glauben und dahin gemeinsam als Kirchengemeinde unterwegs zu sein. Dabei achten wir auf den Menschen neben uns, stützen uns gegenseitig, trauern und feiern gemeinsam.

 

  1. Gemeinde (er)leben
  2. Religionspädagogische Arbeit
  3. Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen
  4. Verantwortlicher Umgang mit der Schöpfung
  5. Was bleibt bei allen Veränderungen und Vorhaben?

III.1 Gemeinde (er)leben

Der Gottesdienst ist ein elementarer Bestandteil unseres Gemeindelebens.

 
Es ist uns wichtig, dass

 

  • sich die Menschen persönlich willkommen fühlen und sich als Teil der Gemeinde erleben
  • der Gottesdienst von vielen getragen und mitgestaltet wird. Er wird nicht gehalten, sondern gemeinsam gefeiert
  • wir als Gemeinde beim Gottesdienst näher zusammenrücken
  • in der Kinderkirche gottesdienstliche Elemente in kindgerechter Weise vermittelt werden und in methodischer Vielfalt die biblische Botschaft gemeinsam erfahrbar wird

 

Wir prüfen regelmäßig, wo Gottesdienste oder andere Veranstaltungen für spezielle Zielgruppen notwendig und machbar sind und welche Themen die Gemeindemitglieder besonders ansprechen.

 

 

Musik im Gottesdienst hat einen wichtigen Teil am Lob Gottes

  • Die Chöre sind gelebter Teil der Gemeinde und bringen sich im Gottesdienst ein.
  • Wir ermutigen die Gemeinde, neue Lieder zu lernen.
  • Wir fördern die musikalische Ausbildung.

 

Kleingruppen fördern den persönlichen Austausch in besonderer Weise

  • Hier wollen wir transparenter und einladender werden. Eine Angebotsübersicht wollen wir erstellen.
  • Neben den bestehenden Gruppen wie Haus-, Gesprächs- und Frauenkreisen streben wir die gezielte Bildung weiterer Gruppen und Kreise an. So soll der Bezug zur Gemeinde und der geistliche Austausch gefördert werden.

 

Angebote für Gemeindemitglieder, die wenig Bezug zum Glauben haben

 


Für Gemeindemitglieder, die nicht fest zu einer Gruppe gehören wollen oder wenig Bezug zum Glauben und zum Gemeindeleben haben, sind spezielle Angebot erforderlich.


Hier wollen wir in Zukunft vermehrt offene Veranstaltungen und Treffen anbieten. Darüber hinaus weisen wir auf spezielle überörtliche Angebote hin.

 

 

Ältere Menschen verstehen wir als einen wichtigen Teil unserer Gemeinde

 

Wir setzen uns für gegenseitiges generationenübergreifendes Verständnis ein und schaffen Begegnungsmöglichkeiten zwischen jung und alt, z.B. Nachbarschaftspflege zwischen Kindergarten und Gebrüder Hehl Stift.

 

Mit Besuchsdiensten versuchen wir, die Kontakte aufrecht zu erhalten. Fahrdienste und, falls erforderlich, persönliche Begleitung ermöglichen Älteren, an Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen aktiv teilzunehmen.  Wir würdigen ihren Erfahrungsschatz und laden sie ein, sich mit ihren besonderen Gaben in die Gemeinde einzubringen.

 

Mit der Einrichtung einer Übertragungsanlage und eines Kassettendienstes wird auch Menschen, die den Gottesdienst nicht besuchen können, eine Teilnahme ermöglicht.

 

 

Gemeinde auch außerhalb der Kirche


Es ist nicht für jeden selbstverständlich, in eine Kirche zu gehen. Deshalb wollen wir verstärkt auch außerhalb des Gemeindezentrums präsent sein.

 

  • Unser Besuchsdienst für Neuzugezogene ist ein bewährter Erstkontakt, den wir festigen möchten.
  • Die Integration von Außenstehenden und Randgruppen braucht spezielle Angebote mit persönlicher Anbindung, die dennoch ein klares kirchliches Profil haben. Dies wollen wir verstärkt anbieten.
  • Mit dem Frauenfrühstück und dem Männervesper bieten wir eine zwanglose Plattform für Glaubensthemen außerhalb der Kirche.
  • Wir achten darauf, dass Informationen über unsere Veranstaltungen und unsere Kreise leicht verständlich und leicht zugänglich sind. Dafür nutzen wir auch neue Medien, z.B. das Internet.
  • Kirche und Rathaus arbeiten auf vielen Feldern partnerschaftlich und kooperativ zusammen. Kindergartenarbeit, Seniorenarbeit und Diakoniestation sind kontinuierliche Berührungspunkte. Gegenseitige Unterstützung zum Wohle der Menschen wird unbürokratisch gewährt.
  • Wir suchen gezielt Projekte, in denen wir mit örtlichen Vereinen zusammenarbeiten.

 

Jeder hat seinen Teil am Gemeindeleben. Entsprechend gehen wir miteinander um

 

 

  • Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist das Evangelium von Jesus Christus Grundlage ihres Glaubens, Lehrens, Lernens und Handelns.
  • Der Mitarbeiter und die Mitarbeiterin sind „mein Bruder“ und „ meine Schwester“ in der Gemeinde. Sie sind ebenfalls von Gott geliebt und einzigartig.
  • Wir stellen uns Konflikten, bleiben im Gespräch und gehen offen und ehrlich miteinander um. Wenn wir an unsere Grenzen kommen, besinnen wir uns auf die Gnade, mit der Jesus Christus uns mit Gott und den Menschen versöhnt hat. Aus der Kraft der Quelle wird es uns möglich, versöhnt zusammen zu leben.
  • Wir gehen respekt- und würdevoll miteinander um und bauen keine unnötigen hierarchischen Strukturen auf. Es sollen positive Akzente gesetzt werden, ohne Bisheriges zu vernachlässigen oder den Einzelnen zu überfordern. 
  • Aufgabengebiete sollen klar definiert und dafür gezielt Mitarbeiter gewonnen werden. Jeder Mensch hat persönliche Gaben, die zu den Aufgaben passen sollen. Dabei muss es ein ständiges Bemühen sein, neue Mitarbeiter zu finden.
  • Die Zusammenarbeit der Mitarbeiter in der Gemeinde soll durch eine gute Kommunikation, regelmäßigen Erfahrungsaustausch, feste Ansprechpartner und gezielte Fortbildungsangebote unterstützt werden.
  • Die tragende Rolle des Pfarramts steht außer Frage. Dennoch soll Verantwortung dezentraler verteilt werden.

 

Der Mittelpunkt der Gemeindearbeit ist im Gemeindezentrum


Wir erhalten das Gebäude und gehen pfleglich mit ihm und dem Inventar um. Bei Investitionsentscheidungen sind uns bedarfsorientierte und ökologische Gesichtspunkte wichtig.

 

 

Wir sind ein Teil der Württembergischen Landeskirche

 


Wir arbeiten mit anderen Konfessionen zusammen und prüfen, gezielt mit welchen Angeboten wir uns gegenseitig die Arbeit erleichtern und das Zusammenleben bereichern können. Die Gemeinschaft der Loßburger Christen zieht an einem Strang.

 

III.2 Religionspädagogische Arbeit

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Kinder- und Jugendarbeit


Dabei wollen wir gezielt junge Menschen mit der frohen Botschaft von Jesus Christus bekannt machen und in seine Nachfolge einladen. Es ist uns ein Anliegen, jungen Menschen ein Leben mit Jesus Christus als sinnerfüllten und fröhlichen Weg aufzuzeigen, als ein Weg mit Ursprung, Quelle und Ziel.
Wir sind uns der besonderen Verantwortung gegenüber unseren Kindern und kommenden Generationen bewusst. Wir glauben, dass auch zukünftig die Liebe und Gnade Gottes, wie sie uns in Jesus begegnet, das tragfähige Fundament für erfülltes Leben ist.

Für jede Altersgruppe soll es ein entsprechendes Angebot geben.


Eltern-Kind-Angebote für Kleinkinder bis 3 Jahre

 

Wir bieten einen Raum der Begegnung und auch den ersten Kontakt mit Liedern und Themen über Gott an. An manchen Tagen sind die Kleinsten und ihre Eltern zu besonderen Gottesdiensten in die Kinderkirche eingeladen.

 

 

Kinder im evangelischen Kindergarten

 

Im Kindergarten weisen wir die Kinder auf die Quelle hin und begleiten sie auf diesem Weg. Biblische Geschichten und Gebete gehören zum Kindergartenalltag. Wir vermitteln den Kindern, dass sie von Gott geliebt und angenommen sind. Wir feiern die christlichen Feste im Jahreskreis und erklären ihre Bedeutung.


Die Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Gemeinde und die Einbeziehung der ganzen Familien wird verstärkt.


Auch in finanziell angespannten Zeiten setzen wir uns für die Fortführung der Kindergartenarbeit in kirchlicher Trägerschaft ein.

 

 

Schule


Wir betrachten die Schule als einen der Lebensräume unserer Kinder und Jugendlichen und kooperieren mit den Loßburger Schulen über den Religionsunterricht hinaus. Auch in Zukunft wollen wir den guten partnerschaftlichen und kollegialen Umgang pflegen.

 
Dabei unterstützen wir ein Verständnis von Bildung, das mehr ist als Wissen und Lernen.  Es geht um den ganzen Menschen mit seinen Fähigkeiten und Gaben, aber auch um seine Schwächen und Unzulänglichkeiten.

 

 

Konfirmandenunterricht


Der Konfirmandenunterricht nimmt die Fragen- und Verstehenshorizonte der Jugendlichen in der Lebensphase der Pubertät auf und unterstützt sie auf ihrem Weg zu einem eigenständigen Glauben an Jesus Christus.


Bei Aktionen, wie zum Beispiel die Vesperkirche in Stuttgart, erfahren Jugendliche, dass Glauben auch heute noch eine soziale und lebensprägende Relevanz besitzt.

 

Jugendarbeit


Der CVJM verantwortet selbstständig im Auftrag der Kirchengemeinde die Jugendarbeit.


In Kinder- und Jugendgruppen bieten wir den Teilnehmern Möglichkeiten, Identifikation zu finden und Fähigkeiten zu entwickeln. Dabei werden Jugendliche ermuntert und gefördert, selbst Mitarbeiter zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Wichtig ist uns, die Jugendarbeit lebendig und zeitgemäß zu gestalten.


Wir schaffen, zusammen mit jungen Menschen, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen und vertreten ihre Interessen.


Wir sind offen für jeden jungen Menschen, der Interesse an dieser Arbeit hat- unabhängig von seiner Nationalität, Konfession, sozialem Stand oder Hautfarbe.


Auch in finanziell angespannten Zeiten setzen wir uns für die Erhaltung der Jugendreferentenstelle ein.

III.3 Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen

In unserer Gemeinde hat jeder die Würde des Geschöpfes Gottes, 

 
egal wie schwierig seine Lebensumstände sind und welche Besonderheiten er mitbringt. Dies gilt im Besonderen für Aufgaben, die wir im erzieherischen oder diakonischen Bereich wahrnehmen.


Wir sind uns unseres diakonischen Auftrags bewusst

 


Wir sehen Diakonie als tätigen Glauben und wollen für Außenstehende Kirche und Diakonie gemeinsam erlebbar machen. Deshalb intensivieren wir die Zusammenarbeit mit den örtlichen diakonischen Einrichtungen weiter.

 

 

Wir begleiten Menschen in Not, an Schnittstellen und Brüchen des Lebens


Die kirchliche Seelsorge wird bisher fast ausschließlich durch den Pfarrer ausgeübt. Unterstützend wollen wir künftig ehrenamtliche Strukturen in der Seelsorge aufbauen. Hierzu sollen gezielt Laien aus- und fortgebildet werden - auch mit externer Unterstützung. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Trauerbegleitung und den Krankenbesuchen.


Die seelsorgerlichen Angebote müssen leicht zugänglich sein, um die bestehenden Einrichtungen und Angebote stärker ins Bewusstsein zu bringen.

III.4 Verantwortlicher Umgang mit der Schöpfung

Unser Verhalten in gesellschaftlichen Herausforderungen und Umbrüchen wollen wir immer wieder in der Ruhe und Klarheit der Quelle prüfen, Stellung nehmen und uns für verantwortlichen Umgang mit allem Leben und der ganzen Schöpfung einsetzen. 


Wir entscheiden nach ökologischen Gesichtspunkten, denn wir haben als Christen eine besondere Verantwortung für die nachfolgenden Generationen und Gottes gute Schöpfung. Die Bibel ist die Grundlage für die Werte, die wir vertreten.


Wir handeln lokal und denken global, indem wir uns als Teil der weltweiten Christenheit verstehen.


Leben ist von Gott gewollt und erschaffen. Der Tod gehört für uns Christen zum Leben und ist nicht das Ende allen Seins. Wir unterstützen ein Sterben in Würde. Wir begleiten Kranke und Trauernde in Fürbitte und Gesprächen. Wir gehen den Menschen nach.

 

III.5 Was bleibt bei allen Veränderungen und Vorhaben?

Wir wissen, dass die Quelle fließt - heute, morgen und über dieses Leben hinaus.


„Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das sprudelt, um ewiges Leben zu spenden.“ (Joh. 4,14)

 

In Bereichen, in denen die Kirchengemeinde alleine wenig Hilfe leisten kann, suchen wir die Zusammenarbeit mit diakonischen Einrichtungen im Ort und im Bezirk und weisen Menschen gezielt darauf hin. Mit den diakonischen Einrichtungen am Ort pflegen wir einen regelmäßigen Austausch.