Die letzte Stufe

Draußen dunkel, kalter Schneeregen – da geht man nicht vor die Haustüre. Aber nicht wenige haben sich dennoch auf den Weg gemacht zum Wegzeichen-Abendgottesdienst am 6. März 2016. Das Thema: Die letzte Stufe. Dietrich Bonhoeffer - am 6. Februar hätte er seinen 110. Geburtstag gefeiert. Doch mit noch nicht einmal 40 Jahren wurde er von der Nazidiktatur im KZ in Flossenbürg hingerichtet. Der Abendgottesdienst stand im Zeichen dieses Menschen – im Gedenken an ihn, in Erinnerung an ihn, im Nachdenken über das, was von ihm ausgegangen ist und was seine Spuren hinterlassen hat bis herein in unsere Zeit.
Den Leitfaden für diesen Abend bildeten die Texte und Lieder von Bonhoeffer, die in unserem Gesangbuch abgedruckt sind, und die sich lohnen, dass man sie in aller Stille zu Hause meditiert und betet. Darüber hinaus wurden Stationen seines Lebens dargestellt von seiner Kindheit bis zu seiner Ermordung.
Der Gottesdienst war bewegend und konzentriert, ruhig und besinnlich. Er war gut besucht, und die Besucher waren – wie das Mitarbeiterteam auch – ergriffen von der Überzeugungskraft, der Glaubwürdigkeit und dem Mut dieser Persönlichkeit. Möge Bonhoeffer eine Mahnung sein für uns alle, auch in unseren Tagen all der Menschen zu gedenken, die namenlos und ungezählt Opfer sind von Unterdrückung und Gewalt, von Terror und Willkür.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurde noch der Film gezeigt über Bonhoeffer - „Die letzte Stufe“, der ebenfalls große Betroffenheit  und tiefes Ergriffensein auslöste. Der Abend wird uns nicht so schnell loslassen.